Am Freitag den 6. November 2009 fand zur Jahrestagung des Alumni Vereins IWI-Net der Fachhochschule Würzburg eine Veranstaltung mit Gastvorträgen statt.

Zur Veranstaltung wurden sechs Gäste eingeladen, die ihre Start-Up Unternehmen vorstellten und tiefe Einblicke in das Thema Selbstständigkeit ermöglichten.

Nach einer kurzen Einführung von Prof. Dr. Michael Müßig (Professor der FH Würzburg und Vorstand von IWI-Net) und Marcel Hollerbach (Absolvent der FH) präsentierte der Australier Jeff Coe, der extra aus Kopenhagen nach Würzburg angereist ist, den Linden Entrepreneurs Club. Dieser Club beschäftigt sich vor allem mit dem Thema Inkubation von Unternehmen, wo insbesondere Beratung und Coaching zum Start-Up angeboten werden. Durch seine lockere Vortragsart und gute Laune begeisterte Jeff Coe sehr schnell das Publikum. Ich persönlich hätte mir eine visuelle Präsentation gewünscht, damit das Thema etwas plastischer wird. Selbstverständlich bot Jeff Coe auch ein persönliches Gespräch in der Pause an, was ihn sehr sympatisch machte.

Jeff Coe
Jeff Coe

Als Zweiter (und auch mein persönliches Highlight des Abends) präsentierte Marcus Tober von Searchmetrics sein Lebenslauf und seine Projekte. Ebenfalls sehr locker, witzig und teilweise mit einem Berliner Akzent erzählte Marcus über Höhen und Tiefen seiner Unternehmensgründung und über seine bisherigen und neuen Vorhaben. Exklusiv bei diesem Vortrag gab es eine kurze Vorschau auf die neue Version des Linkvendor v3 (SEO-Tool).
Auf eine Frage aus dem Publikum „Ob SEO nicht schon Geschichte sei?“ antwortete Marcus Tober sehr gewitzt mit „Diese Frage bekomme ich schon seit 6-7 Jahren gestellt…“.
Es war sehr aufschlußreich und interessant den Lebenslauf von Markus Tober zu erfahren und mit welchen Hürden er anfangs kämpfte.

Marcus Tober
Marcus Tober

Nach einer kurzen Pause und Networking war Thomas Bachem, Mitbegründer und CEO von Sevenload.de an der Reihe. Schwerpunkt seines Vortrags waren vor allem Werte, die man als Unternehmer verinnerlichen sollte wie z.B. Agilität und Exsellenz und wie wichtig Teamwork ist. Sehr redegewandt und fachmännisch erklärte Tom was es heißt ein eigenes Unternehmen zu führen, vor allem erfolgreich.

Das nächste erfolgreiche Start-Up wurde von Felix Haas von Amiando.de (Online Event Management) präsentiert. Er erklärte wie man eine Idee, die einem bei einem Fussball-WM Spiel in die Realität umsetzt und damit weltweit erfolgreich wird. Felix Haas traf bereits Webgrößen wie Sergei Brin (Google) und Marc Zuckerberg (Facebook). Felix war ebenfalls sehr sympatisch und unbefangen: während des Vortrags bekam ich übrigens eine Mail mit „Felix Haas is now following you on Twitter“ 😉

Als letzter Vortragender vor der Podiumsdiskussion präsentierte Hendrik Braun von Internetrepublik.de den FPD-Online-Wahlkampf. Das schwierige Projekt mit dem Thema Politik online, die nach dem Vorbild des amerikanischen Obama-Wahlkampf in Deutschland umgesetzt wurde, verlief sehr erfolgreich. Auch an dieser Stelle schilderte Hendrik Braun die Anfangsschwierigkeiten bei der Umsetzung und das erschwerte Controlling solcher Kampagnen.

Podiumsdiskussion
Podiumsdiskussion @FHWS

Bei der Paneldiskussion standen nun alle Gastvortragenden unter Moderation von Prof. Dr. Mario Fischer dem Publikum zur Verfügung, um abschließend Fragen zu klären und das Thema Unternehmensgründung abzurunden. Das Fazit der Runde war, dass es sehr wichtig ist bei der Gründung eines Start-Up Unternehmens im Team zu arbeiten und sich auf jeden Fall von Experten beraten zu lassen. Ich persönlich empfand, dass  Risikobereitschaft, Leidenschaft zur eigenen Idee, starker Wille und viel Arbeit ebenfalls sehr wichtige Faktoren für ein erfolgreiches Unternehmen sind.
Der Abend endete mit den Worten von Jeff Coe: „This is friday night (guckt auf die Uhr) 8 o’clock. Hey guys, where is my drink!?“
Und um den Jeff nicht verdursten zu lassen, fanden sich die Gäste und die Zuhörer im Cafe Chelsey zu einem Drink zusammen…

Insgesamt war es ein sehr informativer und interessanter Abend. Ich hoffe nur, dass das nächste Mal (und ich hoffe es, dass es noch noch mehr Vorträge in diesem Rahmen gibt) der Hörsaal richtig voll wird.

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